Hart umkämpftes Hanauerland-Derby endet unentschieden.
Neu • 23. November 2025
Hart umkämpftes Hanauerland-Derby endet unentschieden.

Das Hanauerland-Derby zwischen dem VfR Willstätt und dem FV Auenheim bot den Zuschauern vor allem eines: Spannung bis zur letzten Sekunde.
Die Anfangsphase gestaltete sich äußerst zäh. Beide Mannschaften tasteten sich ab, unterbrachen sich immer wieder mit kleinen Fouls und fanden keinerlei Spielfluss. Einzig eine Halbchance von Auenheims Neuzugang Khan Aydogdu sorgte in den ersten 20 Minuten für ein wenig Gefahr.
Ab der 20. Minute nahm die Partie Fahrt auf. Auenheim verpasste zunächst gleich zweimal die Führung: Erst traf Eray Semen per Kopf nur den Pfosten, wenig später setzte Aydogdu den Ball nach starker Vorarbeit von Assad Traikia hauchdünn am linken Pfosten vorbei. Der VfR meldete sich in der 28. Minute erstmals gefährlich zu Wort, als Noa Senne aus kurzer Distanz scheiterte. Kurz darauf verhinderte Auenheims Schlussmann Chris Schulz mit einer Glanztat gegen Colin Hetzel das mögliche 1:0 für die Gastgeber.
Die letzten Minuten vor der Pause gehörten wieder dem FV Auenheim. Zunächst verzog Aydogdu erneut, dann scheiterte Traikia aus nur einem Meter am stark reagierenden Willstätter Hengst – die Gäste ließen ihre Chancen liegen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte der VfR Willstätt den besseren Start. Ein katastrophaler Fehlpass von Auenheims Kapitän Fabian Beiser leitete die Führung ein: Der Ball landete direkt bei Marius Eckert, der aus rund 35 Metern abzog und den weit vor seinem Tor stehenden Schulz überraschte – 1:0 für Willstätt (50.).
Auenheim reagierte wütend, löste die Viererkette auf und warf alles nach vorne. In der 62. Minute verfehlte Akif Karasu nur knapp, vier Minuten später belohnte sich der FVA dann für den hohen Aufwand: Micha Bradean dribbelte durch die gesamte Willstätter Hälfte und legte quer auf Hassan Maalmi, der zum verdienten 1:1 einschob.
In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Halbchancen auf beiden Seiten durch Moussa N’Djim, Sehu und auf der anderen Seite durch Eckert deuteten an, wohin das Spiel kippen könnte – wirklich zwingend wurde es jedoch erst in der Schlussphase.
Bradean scheiterte in der 85. Minute mit einem wuchtigen Abschluss am Willstätter Keeper Hengst. Auf der Gegenseite setzte Maxim Petrovic einen gefährlichen Freistoß aus 20 Metern knapp rechts vorbei (87.). Die Partie ging nun in einen nervenaufreibenden Endspurt über.
In der 90. Minute vergab Auenheim's Polat Yurtsever eine Riesenchance im Strafraum, ehe der VfR in der 92. Minute durch Steven Häusler beinahe den Lucky Punch landete – der Stürmer rutschte hauchzart am Tor vorbei. In der allerletzten Aktion der Nachspielzeit bekam Innenverteidiger Theo Bobek noch einmal die Möglichkeit zum Siegtreffer, jagte den Ball aus 16 Metern jedoch über das Tor.
Am Ende blieb es beim 1:1, das aufgrund des großen Einsatzes beider Teams und der Chancenverteilung als gerecht einzustufen ist. Willstätt kämpfte leidenschaftlich um den Punkt, während Auenheim trotz zahlreicher Möglichkeiten die Effizienz vermissen ließ.
Fazit: Spannung pur im Derby – doch am Ende durften beide Mannschaften nur einen Zähler mitnehmen.









